Low-Carb Diät

Low-Carb Diät: Alles rund ums Abnehmen mit Low-Carb

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Die sogenannte Low-Carb Diät gilt mittlerweile als Ernährungsgrundlage, an der sich zahlreiche Diät-Konzepte orientieren. Die „Regeln“ bei dieser Diät sind einfach. Kohlenhydrate jeder Art werden weitestgehend vom Ernährungsplan gestrichen. Das soll einen raschen Gewichtsverlust einbringen und gleichzeitig zu einer gesünderen und zudem sehr ursprünglichen Ernährungsform führen. Lohnt es sich also, mit Low-Carb die Kilos zu bekämpfen? Und welche Vorteile oder auch Nachteile birgt diese Ernährungsform?

Low-Carb Diät: Was genau bedeutet das?

Unter den Stars und Sternchen ist der Verzicht auf Kohlenhydrate im Speiseplan schon seit langer Zeit der Geheimtipp für eine schmale Taille. Fast jedes Supermodel verweist darauf, sich auf eine ausgewogene und sehr eiweißhaltige Ernährung zu konzentrieren, um den Body in Form zu halten. Das gilt ebenso für Sportler, die so gezielten Muskelaufbau betreiben und Fettpolster vermeiden wollen.

typisches Low-Carb Gericht

Das Low-Carb Konzept zeichnet sich dadurch aus, dass Kohlenhydrate stark reduziert werden.

Low-Carb hat sich somit als ein echter Favorit unter den Diät-Konzepten etabliert, wobei es sehr unterschiedliche Varianten gibt, um diese Diät umzusetzen. Populär ist mittlerweile insbesondere die sogenannte Paleo Lifestyle Diät, die viele auch als Steinzeitdiät bezeichnen. Ein typisches Low-Carb Konzept, das sich die Ernährungsform der Neandertaler zum Vorbild genommen hat. Grundlage bilden Lebensmittel, die frei in der Natur zugänglich sind und nicht industriell verarbeitet wurden. Somit setzt sich der Paleo Speiseplan in erster Linie aus Fleisch, Beeren oder Pflanzen zusammen.

Nudeln, Reis, Kartoffeln oder gar zuckerhaltige Lebensmittel sowie Fertigprodukte oder Brot werden bei fast jeder Low-Carb Diät vom Ernährungsplan gestrichen. Zwar nicht immer vollständig, der Verzehr muss bei allen aber stark eingeschränkt werden.

Ziel ist es, durch die reduzierten Kohlenhydrate das bekannte Phänomen zu verhindern, dass der Körper überschüssige Kohlenhydrate in Fette umwandelt und die als „Notfallreserve“ anlegt – vorzugsweise im Hüft- und Bauchbereich. Daher wird der Konsum stark eingeschränkt, wodurch der Körper automatisch dazu gezwungen wird, sich an den bereits bestehenden Energiereserven (Fettpolstern) zu bedienen, was automatisch mit einer Gewichtsreduktion verbunden ist.

Hinzu kommt außerdem, dass durch den gesteigerten Verzehr von Eiweißprodukten, mehr Energie für die Verdauung der eiweißhaltigen Lebensmittel aufgebracht werden muss. Das heißt, der Körper verdaut und nimmt dabei ab.

Im Klartext heißt das also, dass der Organismus bei einer Low-Carb Diät nur mit der Menge an Kohlenhydraten versorgt wird, die er tatsächlich als Energiegrundlage braucht.

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Der Ernährungsplan bei einer kohlenhydratarmen Diät

Eine Low-Carb Diät setzt sich allgemein aus einem sehr eingeschränkten Speiseplan zusammen. Viele Gerichte und Lebensmittel, die eigentlich zum Alltag gehören, werden aus der Ernährung gestrichen. Diese Einschränkungen stellen für viele zunächst eine große Hürde dar. Besonders der Verzicht auf Brot oder Brötchen zum Frühstück fällt schwer, ebenso auf typische Beilagen wie Reis oder Nudeln.

Proteinquellen

Der Fokus bei einer Low-Carb Diät liegt ganz deutlich bei Fleisch und Fisch.

Die meisten Ernährungspläne setzen den Fokus auf Fleisch sowie Fisch.

Statt Brötchen zum Frühstück gibt es Rührei oder Omelett und Beilagen beim Mittagessen setzen sich in erster Linie aus kalorienarmen Gemüse zusammen. Auch auf Obst muss bei einigen Low-Carb Konzepten verzichtet werden, da dieses über einen hohen Fruchtzuckeranteil verfügt.

Einige gängige Low-Carb Diäten setzen sich aber auch aus mehreren Phasen zusammen. Der Konsum von Kohlenhydraten wird hier entweder am Anfang langsam reduziert und mit Ende der Diät wieder angehoben. Andere hingegen verzichten auf festgelegte Ernährungspläne und geben lediglich bestimmte Lebensmittel als Richtwert vor.

Bekannte Low-Carb Konzepte

  • Atkins Diät

Eine relativ radikale Low-Carb Diät, die nur unter ärztlicher Aufsicht durchgeführt werden sollte. Sie wird oft von stark übergewichtigen Menschen genutzt, um schnell größere Mengen an Gewicht zu verlieren. Das Konzept unterteilt sich in vier Phasen, wobei die Menge an Kohlenhydraten stetig angehoben wird. Dauerhaft verzichten muss man hier aber auf Kartoffeln und Teigwaren sowie Zucker.

  • Paleo Diät

Diese Diät nimmt sich die Ernährung der Steinzeitmenschen zum Vorbild und verbannt daher sämtliche Lebensmittel vom Speiseplan, die unseren Vorfahren nicht zur Verfügung standen. Das geht einher mit einem kompletten Verzicht auf Getreideprodukte, Milchprodukte, Zucker, Pflanzenfette oder weiteren industriell verarbeiteten Produkten. Auch Obst ist nur bedingt gestattet. Die Ernährung ist relativ radikal und birgt einige Einschränkungen im Alltag.

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  • South Beach Diät

Zu Beginn wird hier auf sämtliche Kohlenhydrate verzichtet. Nach 14 Wochen werden Vollkornprodukte in den Ernährungsplan integriert. Außerdem dürfen auch wieder Früchte gegessen werden. Weiterhin verboten bleiben allerdings Weißmehlprodukte sowie zuckerhaltige Lebensmittel. Nach dem Ende der Diät soll wieder eine „normale“ Ernährung angestrebt werden, die so lange erhalten bleiben darf, wie das Gewicht konstant bleibt.

  • Logi Diät

Die Logi Diät weist einige Parallelen zur Paleo Diät auf, allerdings sind hier zumindest Milchprodukte oder auch Vollkornprodukte in geringen Mengen gestattet. Einen festen Ernährungsplan gibt es nicht, dafür aber eine Liste mit Lebensmitteln, die ohne Bedenken verzehrt werden dürfen. Es gilt, sich vornehmlich mit Gemüse, Obst oder Salaten satt zu essen. Fleisch und Fisch bilden einen weiteren Schwerpunkt. Das Konzept ist als dauerhafte Ernährungsumstellung vorgesehen.

Was sind die Vor- & Nachteile von Low-Carb Diäten?

Low-Carb steht häufig in der Kritik, da die Ernährung als äußerst einseitig gilt und Ernährungsexperten zudem auf die Gefahr des bekannten JoJo-Effekts verweisen, der sich mit dem Ende der kohlenhydratarmen Zeit schnell einstellen kann.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt beispielsweise eine ausgewogene Kombination aus Kohlenhydraten und Eiweiß. Das kann von einer Low-Carb Ernährung aber nur bedingt oder kaum erfüllt werden. Weiterhin wird oft die erhöhte Fettzufuhr kritisiert, die sich durch die Konzentration auf eiweißhaltige Lebensmittel automatisch einstellt.

Vorteile einer Low-Carb Ernährung

Eine Low-Carb Ernährung reduziert das viszerale Fett, steigert den HDL-Spiegel und senkt den Blutdruck und den Blutzuckerspiegel.

Low-Carb Diäten bieten aber dennoch auch einige Vorteile, die nicht nur das Gewicht, sondern auch die grundsätzliche Gesundheit betreffen. Sie bringen zum Beispiel nachweislich das viszerale Fett schneller zum Schmelzen als andere Diäten. Das sind jene Fette, die sich um die Organe gebildet haben und so beispielsweise die Funktion von Herz und Leber einschränken können.

Ein weiterer Vorteil ist das durch diese Ernährung Fettmoleküle im Blut reduziert werden und der HDL-Spiegel (Lipoprotein) im Körper erhöht wird. Beide Faktoren reduzieren das Risiko von schweren Herzerkrankungen oder Infarkten und sind auf den erhöhten Konsum von Fetten zurückzuführen, der sich durch die Low-Carb Ernährung einstellt.

Weitere gesundheitlich positive Faktoren sind ein gesenkter Blutdruck, ein gesenkter Blutzuckerspiegel und eine dadurch reduzierte Gefahr an Diabetes zu erkranken.

Insbesondere die gesundheitlichen Vorteile sind bei der Low-Carb Ernährung also durchaus prägnant.

Faktoren, von denen besonders Menschen profitieren, die durch ihr Gewicht bereits mit krankheitsbedingten Einschränkungen zu kämpfen haben.

Low-Carb ist nicht ohne Grund ein weltweit derart beliebtes und anerkanntes Diät Konzept. Der Verzicht auf Zucker oder „schlechte“ Kohlenhydrate macht sich schnell bemerkbar anhand eines raschen und effektiven Gewichtsverlustes. Ins Spiel kommen aber auch viele gesundheitliche Vorteile, die eine solche Ernährung birgt. Trotzdem – Wer sich Low-Carb ernähren will, der muss den zahlreichen Entbehrungen gegenüber offen eingestellt sein. Denn leider werden viele Speisen vom Ernährungsplan gestrichen, die wir doch eigentlich so lieben. Ein Verzicht, der sich aber lohnt – im Sinne der schlanken Linie und der Gesundheit.

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