Maqui Beere

Maqui Beere zum Abnehmen: Wirkung, Inhaltsstoffe und Tipps

Natürliche Heil- und Abnehmmethoden liegen voll im Trend. In diesem Zusammenhang werden auch immer wieder alte Naturmittel neu entdeckt, die bei Naturvölkern eine lange Tradition aufweisen. Dazu gehört auch die südamerikanische Maqui Beere.

Aufgrund ihrer Inhaltsstoffe wird sie gerne als Abnehmbeere vermarktet. Doch kann man wirklich abnehmen mit der Maqui Beere? Obst ist gesund. Das lernen mittlerweile auch die Schulkinder wieder. Manches Obst ist gesünder als anderes. Das wissen zumindest viele Erwachsene. Manches Obst stopft, anderes zehrt und hilft so beim Abnehmen. Das wissen vor allem ernährungsbewusste und abnehmwillige Menschen. Und dann gibt es da noch die Geheimtipps, die Powerfrüchte, die mit ihrem „Klein, aber oho!“-Effekt Fachwelt und Verbraucher ins Staunen und Träumen versetzen. Eines dieser Superfrüchtchen ist die Maqui Beere, die Wunderbeere aus Patagonien.

Wussten Sie dass: Fakten zur Maqui Beere Die Früchte und weitere Bestandteile des Strauchs werden traditionell von der dort lebenden indigenen Bevölkerung, den Mapuche-Indianern als Heilmittel eingesetzt.

Bei den Maqui Beeren handelt es sich um die Früchte eines immergrünen baumartigen Strauchs, der in Südamerika, genauer in Patagonien, dem Dschungel-Grenzraum zwischen Argentinien und Chile, beheimatet ist und bis zu 5 Meter hoch wird. Entsprechend mühsam gestaltet sich die Ernte.

Die dunkelviolett bis schwarzen Beeren mit einem Durchmesser von etwa 5 mm ähneln unseren Blaubeeren und Schlehen. Sie können roh verzehrt werden, im Handel wird in unseren Breitengraden meist Maqui-Saft angeboten. In der Regel handelt es sich dabei aber nicht um reinen Maqui-Saft, sondern um ein Mischgetränk aus dem Saft von Maqui und anderen Früchten wie Granatapfel, Acai, Himbeere und Heidelbeere.

Das „blaue Wunder“ – Die Magie der Maqui Beere

Maqui – das klingt fast wie „Magie“. Begriffe wie „Südamerika“, „Regenwald“, „Indianer“, „altes, geheimes Heilwissen“ und „jahrhundertealte Tradition“ helfen zusätzlich dabei, einen magischen Schleier um dieses exotische Früchtchen zu weben. Und in diese Richtung gehen auch die Versprechungen und Erwartungen, die mit dieser unscheinbaren Beere verbunden sind. Teilweise wird der Superbeere sogar eine Beschleunigung der Gewichtsreduktionen um 300 bis 400 Prozent zugesprochen.

Maqui Beere zum Abnehmen

Maqui Beeren zählen zu den Superfoods und können roh verzehrt werden.

Doch worin besteht das Geheimnis dieser chilenischen Weinbeere? Wie viele andere in jüngster Zeit hochgelobte Beeren, etwa Cranberry, Mangostan, Schisandra, Goji oder Acai, enthält die Maqui Beere einen hohen Anteil an Antioxidantien, Flavonoiden und Vitaminen, besonders Vitamin C, sowie zahlreiche Mineralstoffe wie Eisen, Calcium und Kalium.

Die Maqui Beere enthält viel mehr Antioxidantien wie die ebenfalls aus Südamerika stammende Acai Beere. Der Anteil an Antioxidantien wird mit einem bestimmten Messverfahren (ORAC-H) gemessen. Mit einem deutlich höheren Wert als der bisherige Spitzenreiter Acai läuft die Maqui Beere dieser den Rang ab. Demnach hat die Maqui Beere einen ORAC-H-Wert von über 27.600. Zum Vergleich: Die Acai Beere hat „nur“ einen ORAC-H-Wert von 16.700, die Blaubeere kommt gerade einmal auf 6.500.

Frucht (jew. frische Beeren)ORAC-H pro 100g
Blaubeere6.500
Acai Beere16.700
Maqui Beere27.600

Maqui Beeren und Freie Radikale

Antioxidantien wird nachgesagt, dass sie sogenannte Freie Radikale, also schädliche, aggressive, kurzlebige, krebsbegünstigende Sauerstoff-Verbindungen neutralisieren können. Im Gegensatz zum normalen Sauerstoff haben freie Radikale nur ein Elektron. Um diesen Mangel auszugeichen, entreißen sie anderen Molekülen Elektronen, so dass diese Moleküle selbst wieder zu freien Radikalen werden – ein regelrechter Teufelskreis.

Maqui Beeren

Das Maqui Pulver von Raab Vitalfood kann z.B. ganz einfach als geschmackliche Bereicherung für ein Müsli verwendet werden.

Freie Radikale greifen sogar die Erbsubstanz und die Immunzellen an. Die Antioxidantien wirken diesem Prozess entgegen und binden die freien Radikale. Allerdings kann der Körper die Antioxidantien nicht selbst herstellen. Sie müssen von außen zugeführt werden, etwa in Form von Betakarotin, Vitamin C, Vitamin E und sekundären Pflanzenstoffen wie zum Beispiel Flavonoide. Diese Bestandteile sind in der Maqui Beere reichlich enthalten.

Auch wenn der Beere viele heilende Wirkungen nachgesagt werden: Maqui ist nicht als Medikament eingestuft. Maqui-Produkte (Saft, Kapseln, Pulver, Tabletten) werden als Nahrungsergänzungsmittel angesehen und sind deshalb hierzulande auch frei erhältlich.

Kann man mit der Maqui Beere abnehmen?

Die Maqui Beere wird häufig als Abnehmbeere angepriesen. Suggeriert werden dabei schnelle und vor allem bequem erzielbare Erfolge.

Dies kann man so jedoch nicht stehen lassen. Fakt ist, dass die in der Maqui Beere enthaltenen natürlichen Wirkstoffe den Stoffwechsel und die Verdauung ankurbeln und so das Abnehmen unterstützen können. Antioxidantien sind jedoch keine Fatburner im eigentlichen Sinne. Als alleiniges Abnehmmittel ist die Maqui Beere deshalb nicht geeignet. Bequem auf der Couch legen, zusätzlich zu den gewohnten Chips und der Schokolade ein paar Maqui Beeren futtern oder gar Konzentrate zu sich nehmen und dabei abnehmen – das funktioniert nicht.

Maqui Beeren im Müsli

Maqui Beeren können auch ganz einfach ins Müsli gemischt werden.

Denn auch im Hinblick auf die Maqui Beere gilt: Versprochen wird viel, bewiesen (durch Studien) ist nichts.

Es spricht jedoch nichts dagegen, die Maqui Beere sinnvoll im Rahmen einer ausgewogenen Ernährung einzusetzen. Zusammen mit einem vernünftigen Ernährungsplan und ausreichend Bewegung kann sie dauerhaft die Gesundheit unterstützen.

Maqui-Tipps

Die folgenden Tipps geben Ihnen einige Anregungen, wie auch Sie von der patagonischen Superbeere profitieren können, ohne dabei überzogene Erwartungen im Hinblick auf Ihre Gesundheit und das Abnehmen mit der Maqui Beere zu hegen.

  • Am besten frisch – Wie alle Früchte sollte auch die Maqui Beere möglichst frisch verzehrt werden, damit der Körper in den vollen Genuss der Vitamine und Wirkstoffe kommt. Da die Beeren aber meist bereits eine weite Reise hinter sich haben, bevor sie bei uns in den Regalen liegen, hat sie bereits einiges an Frische verloren.
  • Saft – Alternativ können Sie zu einem Maqui-Saft greifen. Beste Qualität erhalten Sie mit frisch gepresstem Saft.
  • Trockenfrüchte – Eine weitere Alternative stellen getrocknete Maqui Beeren dar. Diese können Sie wie andere getrocknete Früchte nebenbei als Snack futtern oder beispielsweise ins Müsli oder in den Joghurt mischen. Achten Sie unbedingt darauf, dass Sie Ihrem Körper mehr Flüssigkeit zuführen, damit die Beeren nicht dem Körper Flüssigkeit entziehen. Alternativ weichen Sie die Trockenbeeren vor dem Verzehr ein.
  • Konzentrate – Daneben werden auch konzentrierte Maqui-Produkte angeboten, etwa als Kapseln oder in Pulverform.
  • Eigenernte – Wenn Sie einen kleinen Garten oder zumindest eine Terrasse oder einen Balkon haben, können Sie auch Maqui-Ziersträucher selbst ziehen und dann ihre eigenen, unbehandelten und frischen Beeren ernten.
  • Verarbeitung – Frische Maqui Beeren lassen sich wie jedes andere Obst verarbeiten: zu Saft, als Gelee, als Kompott oder als Kuchenbelag. Damit bilden die säuerlichen Beeren eine willkommene und gesunde Abwechslung auf dem Speiseplan.

Wenn Sie also die Maqui Beere als reines Abnehmmittel verwenden möchten, werden Sie sicher enttäuscht sein. Wenn Sie sie dagegen als Abwechslung und eine zusätzliche Obstsorte mit etwas mehr Power als anderes Obst in ihren Speiseplan integrieren, werden Sie von ihren Inhaltsstoffen profitieren.

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