Abnehmen in der Stillzeit

Abnehmen in der Stillzeit: Gewicht verlieren nach der Geburt

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Man könnte meinen, dass sich in der Welt einer frischgebackenen Mutter alles um das Neugeborene dreht. Die Zeit fehlt einfach, um sich mit Alltagssorgen oder eigenen Problemen auseinander zu setzen. Dennoch hegen viele junge Mütter oft denselben Wunsch – möglichst schnell sollen die Schwangerschaftspfunde wieder purzeln. Besonders stillende Mütter müssen dabei allerdings einige Faktoren bedenken. Eine Diät während der Stillzeit ist nämlich nicht immer förderlich – weder für das Kind, noch für die Mutter.

Verantwortungsvoll abnehmen in der Stillzeit

Ob oder wie viel eine Frau während der Schwangerschaft zunimmt, ist eine sehr individuelle Frage. Einige haben lediglich mit wenigen Pfunden zu kämpfen, andere sehen sich hingegen mit rund 20 oder 30 zusätzlichen Kilos konfrontiert.

Mutter mit Baby

Ob ein paar Kilos zu viel oder nicht. Was zählt, ist die Gesundheit des Babys.

Stars und Sternchen suggerieren den jungen Müttern dabei ein völlig falsches Bild vom sogenannten After-Baby-Body. Nicht selten zeigen die sich nur einige Wochen nach der Geburt wieder erschlankt und präsentieren ihren perfekten Körper in Dessous oder Bikinis.

Bei vielen Frauen löst das den Wunsch nach einem völlig falschen Ideal aus, wobei die Beweggründe sehr unterschiedlich sind. Manche möchten wieder in die alte Lieblingsjeans passen, andere haben Angst, dass sich der Mann an den zusätzlichen Pfunden stört. Gründe, warum man nach der Geburt sofort wieder abnehmen will, gibt es viele. Eine solche Diät richtig und nicht übereilt umzusetzen, ist allerdings enorm wichtig.

Schließlich haben Geburt und Schwangerschaft den Körper gefordert, der sich nun nach einer Auszeit sehnt. Und für stillende Mütter kommt natürlich noch ein weiterer Faktor hinzu: Das Kind.

Wichtige Grundregeln für das Abnehmen in der Stillzeit

Stillende Mütter und Diäten, das passt für viele nicht ganz zusammen. Schließlich kann eine hochwertige Muttermilch nur dann vom Körper produziert werden, wenn auch die Mutter selbst sich auf eine gesunde, ausgewogene Ernährung beruft.

abnehmen während der Stillzeit

In der Stillzeit steht das Baby an erster Stelle. Durch gesunde Ernährung können trotzdem die Kilos purzeln.

Für den Säugling ist das überlebenswichtig, da er auf die Nährstoffe und Enzyme angewiesen ist, die ihm die Muttermilch täglich liefert. Durch das noch schwache Immunsystem des Babys ist es daher wichtig, dass das Kind über die Milch mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt wird, um eigene Antikörper bilden zu können und sich so vor Krankheiten zu schützen.

Viele Mütter lehnen es daher auch ab, während der Stillzeit eine Diät in Angriff zu nehmen. Sie befürchten, die Qualität der Muttermilch könnte darunter leiden und somit auch die Gesundheit des eigenen Kindes.

Zu Recht, denn wer bereits während der Stillzeit abnehmen will, der sollte grundsätzlich folgende Punkte unbedingt beachten, um verantwortungsvoll an der Figur zu arbeiten.

Mangelernährung des Säuglings vermeiden

Große Vorsicht gilt bei sogenannten Crash-Diäten, die während der Stillzeit angestrebt werden. Der Körper wird bei solch klassischen Diäten oft nur mit den nötigsten Nährstoffen versorgt. Das wirkt sich negativ auf die Muttermilchproduktion aus und eine ausreichende Ernährung des Säuglings ist nicht mehr garantiert. Klassische Diätpläne können also erst dann umgesetzt werden, wenn das Kind abgestillt ist.

Rückbildungsgymnastik

Einfache Rückbildungsgymnastik hilft dabei, den Körper wieder zu straffen.

Rückbildungsgymnastik ideal für die Figur

Immer mehr Frauen nehmen mittlerweile spezielle Kurse für eine sogenannte Rückbildungsgymnastik in Anspruch. Diese wöchentlichen, gezielten Übungen sollen dafür sorgen, dass die Schwangerschaftspfunde noch schneller purzeln und sind oft von Erfolg gekrönt. Solche Übungen können aber auch unabhängig von einem speziellen Kurs zu Hause durchgeführt werden.

Keinen unnötigen Druck aufbauen

Die bereits erwähnten Supermodel-Übermütter, die mit ihren perfekten After-Baby-Bodys in den Medien zu sehen sind, setzen viele Mütter unter enormen Druck. Von solchen perfekten Körpern sollte man sich daher nicht zu sehr beeindrucken lassen. Es gilt, das Schwangerschaftsgewicht langsam und dafür kontinuierlich zu reduzieren. Die meisten Frauen erzielen damit die besten und zudem dauerhafte Ergebnisse. So berichten viele beispielsweise davon, erst rund 2 Jahre nach der Geburt ihr Ausgangsgewicht wieder erzielt zu haben.

Sport und Bewegung während der Stillzeit

Joggen mit Baby

Sport und Bewegung während der Stillzeit können einen positiven Effekt auf Mutter und Kind haben – besonders die frische Luft tut beiden gut.

Studien belegen, dass leichte Sportübungen während der Stillzeit einen positiven Einfluss auf Mutter und Kind ausüben. Die Frau schafft so einen Ausgleich zu ihrer neuen Rolle als Mutter und kann nebenbei an den ersten purzelnden Kilos arbeiten. Nachteile bezüglich der Muttermilchproduktion sind durch diese sanfte Gewichtsreduktion nicht zu erwarten.

Mögliche Gründe für Gewichtszunahme ausschließen

Oft kommt es vor, dass Mütter nach der Geburt mit Wassereinlagerungen zu kämpfen haben und deshalb über ein höheres Körpergewicht klagen. Das sollte vom Arzt zunächst ausgeschlossen werden, ehe man sich mit einer konkreten Ernährungsumstellung auseinandersetzt.

Ernährungs-Tipps für frischgebackene Mütter

Wie bereits erwähnt: Traditionelle Diät-Konzepte kommen für eine stillende Mutter nach der Geburt noch nicht in Frage. Stattdessen gilt es, sich auf eine Ernährungsumstellung zu konzentrieren, die den Körper mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt, die für die Muttermilchproduktion erforderlich sind.

An folgenden Lebensmitteln sollte man sich dabei orientieren oder auch bestimmte Speisen vom Ernährungsplan streichen, die weniger nahrhaft sind und lediglich für weitere Kilos sorgen. Aber auch weitere kleine Veränderungen im Alltag können helfen, ganz nebenbei am After-Baby-Body zu arbeiten.

Vollkornprodukte

Vollkornbrot oder auch Vollkornreis sowie -nudeln sind wesentlich sättigender als Alternativen aus Weißmehl. Zudem lassen sich hier viele wertvolle Ballaststoffe finden.

frisches Gemüse

Frischkost ist besonders gut für Mutter und Kind und versorgt beide mit wichtigen Nährstoffen.

Frischkost

Als Zwischenmahlzeit ist frisches Obst oder Gemüse optimal geeignet. Die Lebensmittel stecken voller wertvoller Vitamine und Nährstoffe und sind in der Regel kalorienarm. Der Fokus sollte dabei auf dem frischen Gemüse liegen.

Zuckerhaltige Lebensmittel oder Fertiggerichte meiden

Im hektischen Alltag neigt man dazu, auf Snacks oder Fertiggerichte zurückzugreifen. Die sind ernährungstechnisch allerdings weniger optimal, da sie kaum sättigen und zudem keine wertvollen Inhaltsstoffe besitzen, die der Körper benötigt. Auch Süßigkeiten, fettige Snacks oder Desserts dürfen mit gutem Gewissen vom Speiseplan gestrichen werden, da sie nur für zusätzliche Pfunde sorgen.

Bewusst und langsam essen

Auch als frischgebackene Mutter sollte man sich auf drei geregelte Mahlzeiten am Tag konzentrieren. Kleine Portionen und ein langsames, bewusstes Essen sorgen außerdem dafür, dass schneller ein Sättigungsgefühl erzielt wird.

Viel trinken

Flüssigkeit füllt den Magen, wobei sich während der Stillzeit insbesondere ungesüßter Tee oder auch Wasser anbietet. Auf Kaffee sollte verzichtet werden, ebenso auf kalorienreiche Softdrinks.

Eine solche Ernährungsumstellung während der Stillzeit bildet sozusagen das Fundament für eine erfolgreiche Diät, die spätestens nach dem Abstillen des Kindes in Angriff genommen werden kann. Im Sinne der Gesundheit des Neugeborenen, sollten Mütter die eigenen Figur-Träume aber zunächst aufschieben. Schließlich bleibt immer noch genug Zeit, am eigenen Körper zu arbeiten.

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