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Faszienrollen im Test: Die besten Produkte, Übungen & Erfahrungen

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Faszienrollen sind momentan in aller Munde. Fitnessfreaks benutzen das kleine Foltergerät gerne, um verklebte Faszien zu lösen und schwärmen davon – auch, wenn die Anwendung mit der Hartschaumrolle stellenweise extrem schmerzen kann. Was dir das Training mit der Faszienrolle trotz aller Schmerzen bringt, welche Unterschiede es zwischen den einzelnen Modellen gibt, und wie du sie richtig anwendest, verraten wir dir hier.

Wozu dient eine Faszienrolle?

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Es gibt zig Übungen und Varianten zum Trainieren!

Widmen wir uns zunächst der Frage nach dem „Warum“. Dafür wollen wir erklären, was die Faszien sind. Es handelt sich hier um milchig-weißes Bindegewebe, das unseren ganzen Körper durchzieht. Sie dienen als Stütz- und Füllmaterial des Körpers, weshalb sie in vielerlei Hinsicht Einfluss auf unsere Gesundheit haben können.

Bei zu wenig Bewegung verlieren die Faszien an Elastizität, was dazu führen kann, dass wir eine einseitige Körperhaltung einnehmen. Die Faszienrolle massiert die so wichtigen Faszien und hilft so dabei, Verklebungen im Gewebe zu lösen.

Das kommt auch deinen Organen zugute, denn starre und verklebte Faszien sorgen dafür, dass Organe und Muskeln nicht mehr ausreichend über den Lymphfluss mit Nährstoffen beliefert werden können.

Außerdem wirkt sich das Training mit der Faszienrolle positiv auf deine Beweglichkeit aus. Durch den Druck werden zudem im Gewebe eingelagerte Stoffwechselprodukte besser abtransportiert. Dass die unliebsame Cellulite dadurch verschwindet, ist allerdings leider ein Wunschtraum.

Unterschiede zwischen den einzelnen Faszienrollen

Faszienrollen unterscheiden sich vor allem in Größe, Form und Härtegrad. Wenn du dir eine Faszienrolle kaufen möchtest, solltest du die folgenden Punkte berücksichtigen.

Die Form:

Die meisten Faszienrollen haben eine normale Kreiszylinderform. In der klassischen Variante haben sie eine glatte Oberfläche, können aber auch genoppt sein, was einen zusätzlichen Massageeffekt bewirkt. Mit dieser Variante bist du als Einsteiger gut beraten.

Alternativ dazu kannst du zu einer Faszienrolle greifen, die aussieht wie zwei aneinandergeklebte Bälle. Durch ihre Ausbuchtung schont sie das Rückgrat und du kannst Rücken und Nacken besonders schonend massieren.

Auch ein Faszienball hat seinen Nutzen. Dieser Massageball in verschiedenen Größen eignet sich besonders gut zur punktuellen Selbstmassage bestimmter Körperbereiche wie Nacken oder Gesäß.


Die Größe:

Die Standardgröße von 30 bis 45 Zentimetern Länge und einem Durchmesser von etwa 15 Zentimetern ist für die meisten tatsächlich die beste Wahl, da sich damit im Prinzip alle Körperpartien behandeln lassen.

Es gibt Faszienrollen aber auch in der Mini-Ausführung mit nur 15 cm Länge, welche sich besonders gut für die gezielte Behandlung kleinerer Körperpartien wie der Fußunterseite, der Arme oder des Nackens eignet.


Der Härtegrad:

Und nun eine ganz wichtige Frage: Wie hart darf denn die Rolle sein? Wenn du Anfänger oder besonders schmerzempfindlich bist, eignen sich weiche Faszienrollen wie die Blackroll Orange Med sehr gut. Später macht es allerdings Sinn, auf ein härteres Modell umzusteigen.

Eine mittelharte Rolle wie die Blackroll Standard ist ein Gerät, mit dem du nichts falsch machen kannst, wenn du eine kurze Eingewöhnungszeit nicht scheust. Für Leistungssportler und ganz Unempfindliche gibt es noch eine harte Faszienrolle.

Faszienrollen Test: Das sind die Sieger

Wenn du eine Faszienrolle kaufen willst, hast du nun die Qual der Wahl, denn das Angebot ist riesig. Aus diesem Grund haben wir drei Produkte ausgesucht, die uns überzeugen konnten und die wir dir gerne weiterempfehlen.

Bei der ersten, der Blackroll® Standard Faszienrolle, profitieren sowohl Einsteiger als auch bereits erfahrene Nutzer von diesem Produkt, denn es eignet sich wirklich für jeden, sowohl für Anfänger als auch für Sportler. Die Blackroll ist Made in Germany und erfüllt damit höchste Qualitäts- und Umweltansprüche.

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Blackroll Produkte gibt es in unterschiedlichen Formen.

Zwar braucht man anfangs ein wenig, um sich an den Schmerz zu gewöhnen, aber danach will man nie mehr ohne! Blockaden werden gelöst und wir fühlten uns schon nach kurzer Zeit fitter und beweglicher.

Die zweite, die Fit Nation Faszienrolle, ist eine genoppte Faszienrolle, die noch dazu mit einem praktischen Übungsbuch daherkommt, das die wichtigsten Übungen beschreibt. Die deutschen Beschreibungen lassen zwar ein wenig zu wünschen übrig, aber durch die ausreichende Bebilderung kann man den Anweisungen durchaus folgen.

Ob man es lieber genoppt oder glatt mag, ist Geschmackssache, wir empfanden die Faszienrolle von Fit Nation als sehr angenehm. Sie ist durch ihren mittleren Härtegrad für Anfänger und Profis geeignet.

Zur Nummer 3: Beim Blackroll Orange Twinball-Set bekommen alle, die unter Nackenproblemen leiden, ein tolles Produkt, denn durch die Auskerbungen eignet sich der Twinball wunderbar zur Massage von Rücken und Nacken. Ein mitgeliefertes Übungsbooklet zeigt dir, wie du die Übungen richtig ausführst.

Dadurch, dass Blackroll ein deutsches Produkt ist, sind auch die deutschen Beschreibungen gut verständlich. Allerdings solltest du schon etwas Erfahrung mit der normalen Blackroll haben, denn die Druckbelastung ist hier durch die Form etwas anders und auch schmerzhafter.

Die besten Übungen mit der Faszienrolle

Du hast dich also für eine Rolle entschieden und möchtest jetzt schnellstmöglich anfangen? Wunderbar! Hier zeigen wir dir die besten Übungen.

Du solltest bei der Ausführung stets darauf achten, langsam zu rollen und bei Punkten, die besonders angespannt sind (sogenannten Triggerpunkten), einige Sekunden zu verweilen.

Faszientraining für den oberen Rücken

  • Setz dich zunächst auf die Faszienrolle und stütze dich mit den Händen nach hinten ab, um dich langsam in Rückenlage zu rollen.
  • Beginne am Steißbein und roll dich auf der Massagerolle bis in Höhe der Schulter.
  • Der Bauch ist dabei fest angespannt.

Diese Übung dient der gezielten Lockerung der Brustwirbelsäule.


Waden-Grundübung

  • Setz dich auf den Boden und lege die Rolle unter die Wadenmitte eines Beins.
  • Stütz dich nun mit beiden Händen nach hinten und hebe das Gesäß an, wobei du gleichmäßig vor und zurück rollst.
  • Um die Übung zu intensivieren, kannst du ein Bein über das andere legen und so den Druck vergrößern.

Diese Übung ist besonders empfehlenswert, wenn du unter häufigen Wadenkrämpfen leidest.


Übung für den Po

  • Setz dich mit dem Gesäß auf die Massagerolle und stütz dich seitlich mit den Händen ab.
  • Winkel ein Bein so an, dass du ein sicheres Gefühl hast und nutze dieses Bein, um dich vor und zurück zu bewegen.
  • Massiere deine Gesäßmuskulatur, indem du dich vor und zurück rollst.

Diese Übung hilft gegen Verspannungen im Po.

Fazit zum Training mit Faszienrollen

Eine Faszienrolle ist ein wunderbares Trainingsgerät, das sowohl von Leistungssportlern als auch von normal bis wenig sportlichen Menschen geschätzt wird. Es erhöht deine Beweglichkeit, wirkt sich positiv auf den Abtransport von Schadstoffen aus und sorgt dafür, dass du dich auch im Alter noch fit und flexibel fühlst. Das Training kann zwar schmerzhaft sein, aber das soll dich nicht davon abhalten, denn die positiven Auswirkungen auf deinen Körper sind es allemal wert!

Bild Credits: BLACKROLL

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